Wahlbündnis · Stadtverordnetenversammlung Gießen

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Gießen braucht es – und wir sind bereit.

Für ein Gießen, das für Menschen da ist und nicht für Profite — sozial, friedlich, solidarisch und unabhängig.

Soziale GerechtigkeitBezahlbares WohnenNie wieder KriegNie wieder FaschismusKein RüstungswahnHiroshimaplatz GießenKeine Bundeswehr an SchulenHelfen statt BestrafenGießen für alle Soziale GerechtigkeitBezahlbares WohnenNie wieder KriegNie wieder FaschismusKein RüstungswahnHiroshimaplatz GießenKeine Bundeswehr an SchulenHelfen statt BestrafenGießen für alle
Wofür wir stehen

Unsere Themen

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Wohnen & Soziales

Bezahlbarer Wohnraum statt Spekulation, kostenfreie Bildung und ein Gießen ohne Barrieren.

Zu den Forderungen →
✌️

Frieden & Antimilitarismus

Klar antimilitaristisch, antifaschistisch — für eine entmilitarisierte, solidarische Stadt.

Zu den Forderungen →
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Termine & Vernetzung

Veranstaltungen aus dem solidarischen Netzwerk Gießens — zum Mitmachen und Kennenlernen.

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Wofür wir kämpfen

Unsere Forderungen

Konkrete Positionen des GSF für ein soziales, gerechtes und friedliches Gießen — auf Basis der aktuellen Lage in unserer Stadt.

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Wohnen — Grundrecht statt Ware

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Wohnen ist in Gießen längst zur sozialen Frage geworden. Innerhalb weniger Jahre ist die Zahl der Wohnungssuchenden explodiert, während der Bestand an Sozialwohnungen immer weiter schrumpft. Die Stadt setzt weiterhin vor allem auf private Investoren — die aber überwiegend hochpreisige Eigentumswohnungen statt bezahlbaren Wohnraum bauen.

~5.000Wohnungssuchende Ende 2024 (2016: ca. 1.500)
1.720Sozialwohnungen 2025 (2017: noch 2.480)
251gebaute Sozialwohnungen 2019–2023 statt geplanter 750

Das fordern wir

  • Massive Ausweitung des kommunalen Wohnungsbaus — so viele Sozialwohnungen wie tatsächlich gebraucht werden, mit dauerhafter statt zeitlich befristeter Sozialbindung.
  • Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände — Rückkauf privatisierter Wohnungen, Überführung in öffentliches oder genossenschaftliches Eigentum, demokratisch kontrolliert durch die Mieter*innen selbst.
  • Leerstand erfassen und nutzen — systematische Leerstandserfassung, Sanktionen gegen spekulativen Leerstand, Umnutzung leerstehender Gebäude für sozialen Wohnraum.
  • Stopp der Immobilienspekulation — konsequente Nutzung kommunaler Vorkaufsrechte, Verbot der Umwandlung großer Wohnungen in Luxus-Appartements, Deckelung von Mieten und Nebenkosten.
  • Bezahlbarer Wohnraum für Studierende — Ausbau öffentlicher Wohnheime statt profitorientierter „Studentenapartments".
  • Schutz und Wohnraum für Wohnungslose — mehr Frauenhäuser, Schutzwohnungen und langfristiger Wohnraum, besonders für Familien und Jugendliche.
  • Schluss mit Prestigeprojekten — öffentliche Gelder gehören zuerst ins Wohnen, in Bildung und Gesundheit statt in Marketingkampagnen oder Fehlplanungen wie das Parkhausprojekt am Bahnhof oder die „Lahnwelle".
  • Wohnen als Grundrecht — bezahlbarer Wohnraum für alle, keine Profite mit der Miete, demokratische Kontrolle über Grund und Boden.
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Bildung — Pflichtaufgabe statt Sparmasse

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Bildung ist eine Pflichtaufgabe der Kommune und darf nicht dem Haushaltsvorbehalt geopfert werden — denn ohne Geld keine Chancengleichheit. Während die PISA-Ergebnisse zeigen, dass Deutschland international immer weiter zurückfällt, plant das Land Hessen weitere Kürzungen: 300 Stellen für Kinder mit Förderbedarf sollen wegfallen, 70 Millionen Euro für Integration und Förderung gestrichen werden. Leidtragende sind vor allem Kinder aus finanziell schwachen Haushalten und Flüchtlingskinder.

Digitalisierung an Schulen

Digitale Endgeräte können den Zugang zu Wissen erleichtern, kooperatives Lernen unterstützen und Barrieren für Schüler*innen mit besonderen Lernbedürfnissen abbauen. Gleichzeitig drohen Kommerzialisierung, wachsende soziale Ungleichheit — nicht jede*r hat zuhause einen ruhigen Arbeitsplatz, Drucker oder Internetzugang —, Vereinzelung statt gemeinsamen Lernens sowie Überwachung und ideologische Einflussnahme durch nicht neutrale digitale Inhalte.

  • Ein kostenfreies digitales Endgerät für Schule und Zuhause — für Schüler*innen und Lehrkräfte gleichermaßen.
  • Zeitnahe Fortbildungen für Lehrkräfte im kritischen Umgang mit Medien, Fake News und Recherche.
  • Soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Zuhören und Empathie dürfen dabei nicht verloren gehen.

Sichere Schulwege

Kinder sollen sicher und selbstständig zur Schule kommen können — nicht im Elterntaxi-Chaos vor dem Schultor.

  • Tempo 30 rund um alle Schulen, Zebrastreifen und Fußgängerampeln.
  • Poller oder Straßensperren gegen Elterntaxis, zeitweise Schulstraßen-Sperrungen für Autos.
  • Sichere, breite Gehwege und baulich getrennte Radwege, gute Beleuchtung.
  • Schulwegtraining mit der Verkehrswacht Gießen und Verkehrserziehung in der Schule.
  • Ein kostenfreier, dichter getakteter ÖPNV statt Elterntaxi.

Finanzierung statt Sparmasse

Kürzungspolitik bedeutet Sanierungsstau, größere Klassen, befristete Verträge und Abbau von Förderangeboten. Dagegen fordern wir:

  • Keine weiteren Kürzungen im Bildungs-, Sozial- und Jugendbereich; Abschaffung aller Kita- und Hortgebühren.
  • Ein Sanierungsprogramm für alle Gießener Schulen sowie kommunal organisierte statt prekäre Ganztagsbetreuung.
  • Mehr Schulsozialarbeit, besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen.
  • Schluss mit Befristung, Teilzeit-Zwang und Outsourcing — stattdessen gute Arbeit im Bildungsbereich.
  • Kostenfreies Mittagessen, Lernmittel, digitale Endgeräte und Schülerbeförderung.
  • Echte Mitbestimmung für Beschäftigte, Eltern und Lernende, transparente Haushaltsentscheidungen.
  • Die politische Forderung an Land und Bund: vollständige Übernahme der Bildungsfinanzierung und Entschuldung der Kommunen.

Sport — für alle, nicht nur für die, die es sich leisten können

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Gießen hat ein vielfältiges Sportangebot — von klassischem Vereinssport bis zu offenen Aktionen wie „Sport in der City" — und mit dem Ringallee-Bad sowie einem Sportentwicklungsplan bis 2040 auch eine strategische Grundlage. Doch Hallen sind knapp und sanierungsbedürftig, Schwimmkurse ausgebucht, Vereinsbeiträge und Eintrittspreise für einkommensschwache Familien eine echte Hürde, und die Verteilung im Stadtgebiet ist ungleich. Die entscheidende Frage: Wird Sport als freiwillige Leistung behandelt — oder als Teil kommunaler Daseinsvorsorge?

Das fordern wir

  • Sport als soziale Daseinsvorsorge, nicht als Ware — kostenlose oder stark vergünstigte öffentliche Sportstätten, keine Privatisierung, öffentliche statt Konzern-Finanzierung.
  • Schwimmbäder sichern und ausbauen — keine weiteren Einschränkungen der Öffnungszeiten, kostenfreie Schwimmkurse für alle Kinder.
  • Sporthallen-Knappheit beheben — Sanierung und Neubau, faire und transparente Vergabezeiten für kleine Vereine.
  • Vereinsbeiträge sozial staffeln — Sozialpass und Zuschüsse, damit kein Kind aus finanziellen Gründen ausgeschlossen wird.
  • Sport in sozialen Brennpunkten stärken — mehr offene Bolzplätze, Kunstrasenplätze in Ringallee und Weststadt, mobile Sportangebote und Streetwork.
  • Breitensport statt Elitenförderung — Fokus auf Kinder-, Frauen-, Senioren- und inklusiven Sport statt Leuchtturmprojekte.
  • Demokratische Mitbestimmung — eine öffentlich tagende Sportkommission, transparente Mittelvergabe, echte Einbindung von Vereinen, Schulen und Gewerkschaften.
  • Klare Kante gegen Rechts — keine Kooperation mit militaristischen Werbeauftritten, aktive Zusammenarbeit mit antifaschistischen Initiativen.
  • Ausbau des Stadtparks Wieseckaue — Trinkwasser, Toiletten und ein drogenfreier Park für die vielen Sporttreibenden, Kitas und Schulen vor Ort.
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Frieden — sozial und friedenstüchtig statt kriegstüchtig

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„Friedenstüchtig" heißt für den GSF nicht militärisch vorbereitet, sondern sozial stabil, demokratisch organisiert und solidarisch strukturiert. Eine Stadt wie Gießen kann die Militarisierung nicht stoppen — aber sie muss sie nicht legitimieren. Sie kann Gegenmacht organisieren und soziale Sicherheit praktisch vorleben.

Das fordern wir

  • Öffentliche Räume entmilitarisieren — keine Bundeswehr-Werbestände bei Stadtfesten, Schulen und Ausbildungsmessen, keine Rekrutierungswerbung auf städtischen Plakatflächen.
  • Gießener Friedenswoche und aktive Mitgliedschaft der Stadt bei „Mayors for Peace" — mit Gedenktagen zu Hiroshima und Nagasaki, Workshops zu ziviler Konfliktlösung und dem jährlichen Flaggentag am 8. Juli.
  • Kommunale Resolution gegen Aufrüstung — Forderung nach Umwidmung von Rüstungsausgaben in soziale Infrastruktur, mit der klaren Botschaft: Sicherheit heißt Wohnen, Bildung, Gesundheit.
  • Investitionsoffensive „Soziale Sicherheit" — barrierefreier Umbau, kommunaler Wohnungsbau, günstigerer ÖPNV und energetische Sanierung statt höherer Verteidigungsausgaben.
  • Zivilklausel an der Justus-Liebig-Universität — Transparenz über Drittmittel aus der Militärforschung, Förderung ziviler Forschung für Klimaschutz, Gesundheit und Sozialforschung.
  • Friedensbildung in Schulen — Projekttage zu Abrüstung, Bundeswehr-Auftritte nur im kritischen Diskussionsformat, Unterstützung für Antikriegsprojekte.
  • Städtepartnerschaften als zivile Diplomatie — Austauschprogramme für Jugendliche, gemeinsame Erklärungen für Abrüstung und Verständigung.
  • Symbolische, aber wirksame Zeichen — ein Hiroshimaplatz in Gießen, eine Friedensflagge am Rathaus, Gedenkorte für zivile Kriegsopfer.
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Ein solidarisches Gießen

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Gießen soll für Menschen da sein, nicht für Profite: mit kurzen Wegen, einem funktionierenden ÖPNV, Erholungsräumen und echter kultureller Teilhabe für alle.

  • Eine Stadt ohne Barrieren — Begegnung für alle, gerade auch für Menschen, die behindert werden.
  • Unversiegelte Flächen und grüne Landschaften — klarer Widerstand gegen die Abholzung der Bäume am Schwanenteich.
  • Helfen statt bestrafen — eine Bahnhofsmission, ein Frauen- und Männerhaus, ein Drogenkonsumraum und Wärmestuben für Menschen, die an den Rand gedrängt werden.
  • Transparente, bürgernahe Politik — der GSF sucht das Gespräch mit den Menschen der Stadt und trägt ihre Perspektiven ins Stadtparlament, statt Politik über ihre Köpfe hinweg zu machen.
  • Klar antifaschistisch und solidarisch — entschieden gegen den Rechtsruck, für ein Gießen, das sich die Hände reicht statt gegeneinander ausgespielt zu werden.
SVV Gießen

Initiativen

Anträge, Anfragen und Berichtsanträge des GSF in der Stadtverordnetenversammlung Gießen

🗳️

Bald geht's hier richtig los

Die aktuelle Legislaturperiode der Stadtverordnetenversammlung Gießen hat gerade erst begonnen — für eigene Initiativen war in der kurzen Zeit seit der Wahl noch kein Raum. Nach der Sommerpause füllt sich dieser Bereich mit den Anträgen, Anfragen und Berichtsanträgen des GSF.

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Presse & News

Meldungen

Aktuelle Nachrichten und Pressemitteilungen des GSF

Pressemitteilung13. Juli 2026
Stellungnahme zur geplanten Bebauung in der Klingelbachaue

Ein Investor plant fünf Wohnhäuser auf bislang unbebauten, stark begrünten Flächen in der Klingelbachaue — einem Gebiet mit überregional bedeutsamer Kaltluftleitbahn und Hochwasserrisiko. Das GSF sieht das Vorhaben kritisch.

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Pressemitteilung14. Juli 2026
Stellungnahme zum FreiTraum-Haus in der Hein-Heckroth-Straße

Seit dem 11. Juli nutzen Aktivistinnen und Aktivisten ein seit Jahren leerstehendes Uni-Gebäude als offenen Begegnungsort. Die Universität droht mit Räumung und Strafanzeige — das GSF fordert Dialog statt Eskalation.

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Stellungnahme des Gießener Wahlbündnisses (GSF) zur geplanten Bebauung in der Klingelbachaue

Luftbild der Grünfläche an der Klingelbachaue mit angrenzender Wohnbebauung
Die betroffene Grünfläche an der Klingelbachaue — laut Magistrat Teil einer überregional bedeutsamen Kaltluftleitbahn sowie Hochwasserrisiko- und Überschwemmungsgebiet.

Ein Investor plant, auf dem Grundstück Hausnummer 24 sowie auf bislang unbebauten und stark begrünten Flächen in der Klingelbachaue fünf Wohnhäuser zu errichten. Das Vorhaben ist umstritten, da sich das Gebiet nach Angaben des Magistrats in einer überregional bedeutsamen Kaltluftleitbahn sowie in einem Hochwasserrisikogebiet und Überschwemmungsgebiet befindet.

Für das Gießener Wahlbündnis (GSF) greift die Diskussion zu kurz, wenn sie sich allein auf die Frage beschränkt, ob dort Platz für fünf Häuser ist. Entscheidend ist die Bedeutung der Fläche für das Stadtklima. Kaltluftleitbahnen, Versickerungsflächen und Hochwasserschutz sind angesichts zunehmender Hitzeperioden und häufiger Starkregenereignisse zentrale Bestandteile einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Der Erhalt solcher Freiräume dient dem Gemeinwohl.

Gleichzeitig braucht Gießen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Dieser darf jedoch nicht zulasten ökologisch besonders sensibler Flächen geschaffen werden. Vorrang sollten die Nachverdichtung geeigneter Standorte, die Aufstockung bestehender Gebäude, die Umnutzung leerstehender Immobilien sowie der soziale und kommunale Wohnungsbau auf bereits versiegelten oder städtebaulich geeigneten Flächen haben. Wohnungsbau und Klimaanpassung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Das GSF sieht das Vorhaben daher kritisch. Vor einer Bebauung muss wissenschaftlich nachvollziehbar nachgewiesen werden, dass die Kaltluftfunktion, der Hochwasserschutz und die Versickerungsfähigkeit der Fläche nicht erheblich beeinträchtigt werden. Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden, überwiegt das öffentliche Interesse am Erhalt der Grünfläche gegenüber privaten Verwertungsinteressen.

Der Wohnungsmangel ist ein ernstes gesellschaftliches Problem. Er rechtfertigt jedoch nicht die Bebauung ökologisch unverzichtbarer Flächen. Gießen braucht eine Boden- und Wohnungspolitik, die bezahlbaren Wohnraum schafft und zugleich Klima-, Natur- und Hochwasserschutz als unverzichtbare Bestandteile kommunaler Daseinsvorsorge versteht.

Stellungnahme des Gießener Wahlbündnisses (GSF) zum FreiTraum-Haus in der Hein-Heckroth-Straße

Seit dem 11. Juli wird das seit Jahren leerstehende Gebäude der Justus-Liebig-Universität in der Hein-Heckroth-Straße 3 unter dem Namen „FreiTraum-Haus" von Aktivistinnen und Aktivisten genutzt. Ihr Ziel ist es, einen offenen Begegnungsort für Studierende, Nachbarschaft und Stadtgesellschaft zu schaffen. Die Universitätsleitung hat inzwischen Strafantrag gestellt und eine Räumung angekündigt, während gleichzeitig Gespräche über die Zukunft des Gebäudes geführt werden.

Das Gießener Wahlbündnis (GSF) sieht die Entwicklung mit Sorge. Unabhängig von der rechtlichen Bewertung der Besetzung macht sie auf ein Problem aufmerksam, das in Gießen seit Jahren besteht: Der Mangel an frei zugänglichen sozialen, kulturellen und politischen Räumen steht einem zunehmenden Leerstand öffentlicher Gebäude gegenüber. Wenn Gebäude über Jahre ungenutzt bleiben, während gleichzeitig Räume für Kultur, Begegnung und selbstorganisierte Projekte fehlen, ist es nachvollziehbar, dass sich Protest gegen diesen Zustand entwickelt. Leerstand ist keine zukunftsweisende Stadtentwicklung.

Besonders kritisch bewertet das GSF die Ankündigung der Universitätsleitung, Strafanzeige gegen die Beteiligten zu stellen und eine polizeiliche Räumung vorzubereiten, obwohl Gespräche über die Zukunft des Gebäudes noch stattfinden. Eine Eskalation hilft niemandem. Die Erfahrungen zeigen, dass Konflikte um öffentliche Räume besser durch Dialog als durch strafrechtliche Verfolgung gelöst werden können.

Das GSF fordert die Justus-Liebig-Universität deshalb auf, auf eine gewaltsame Räumung und die strafrechtliche Verfolgung der Beteiligten zu verzichten und stattdessen ernsthaft über eine gemeinwohlorientierte Zwischennutzung des Gebäudes zu verhandeln. Solange keine konkrete Nutzung erfolgt, sollte geprüft werden, wie das Haus zeitweise für kulturelle, soziale und nachbarschaftliche Projekte geöffnet werden kann.

Gießen braucht mehr Orte, an denen Menschen unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Alter zusammenkommen können. Gerade Studierende, junge Menschen und Initiativen leiden seit Jahren unter dem Abbau solcher Freiräume. Eine lebendige Stadt braucht nicht nur Wohnraum und Gewerbeflächen, sondern auch öffentliche Räume für Kultur, Begegnung, Bildung und gesellschaftliches Engagement.

Das GSF spricht sich daher für eine friedliche und verhältnismäßige Lösung aus. Die aktuellen Gespräche sollten genutzt werden, um gemeinsam tragfähige Perspektiven für das Gebäude zu entwickeln. Das öffentliche Interesse an einer sinnvollen Nutzung eines seit Jahren leerstehenden Hauses sollte dabei Vorrang vor einer Eskalation des Konflikts haben.

Kalender

Termine

Veranstaltungen aus dem solidarischen Netzwerk Gießens, an denen der GSF beteiligt ist oder die er unterstützt.

Medienberichte

Pressespiegel

Berichte über den GSF in lokalen und regionalen Medien

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Noch keine Presseberichte

Die aktuelle Legislaturperiode ist noch so neu, dass bislang keine Medienberichte über den GSF erschienen sind. Sobald es Presseartikel gibt, sammeln wir sie an dieser Stelle.

Du hast einen Artikel über den GSF gefunden? Melde dich unter gsf-giessen@web.de — wir nehmen ihn gerne auf.

Wer wir sind

Über uns

Unabhängig, bürgernah, entschlossen — für ein gerechtes Gießen.

GSF Logo
Gießen – sozial und friedenstüchtig
Gießen braucht es – und wir sind bereit

Das Wahlbündnis „Gießen – sozial und friedenstüchtig" (GSF) streitet für ein Gießen, das für Menschen da ist – nicht für Profite und imperialistische Kriege. Für eine Stadt, in der alle gern und einfach leben können: mit kurzen Wegen, einem funktionierenden öffentlichen Nahverkehr, Erholungsräumen, echter kultureller Teilhabe und bezahlbarem Wohnraum statt Leerstand und Spekulation.

Wir sagen entschieden Nein zum allgemeinen Rüstungswahn und stehen klar antimilitaristisch und antifaschistisch – ganz nach der Losung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus". Damit stellen wir uns entschieden gegen den zunehmenden Rechtsruck und bieten solidarische Antworten auf die Probleme unserer Zeit. Wo Menschen an den Rand gedrängt werden, wollen wir helfen statt bestrafen – mit einer Bahnhofsmission, einem Frauen- und Männerhaus, einem Drogenkonsumraum und Wärmestuben.

Wir machen transparente Politik: Wir suchen das Gespräch mit den Menschen dieser Stadt und tragen ihre Perspektiven, Wünsche und Sorgen ins Stadtparlament – damit auch die gehört werden, die sonst übergangen werden.

Das Bündnis

Kandidatinnen & Kandidaten

ML
Martina Lennartz
60 Jahre · Lehrerin
Aktiv in der DKP, im Gießener Friedensnetzwerk, im 8.-März-Bündnis, in der GEW und der BI Schwanenteich. Seit 10 Jahren im Stadtparlament. Setzt sich besonders für jene ein, deren Interessen im Parlament nicht vertreten werden.
ZL
Zoe Langner
23 Jahre · Studentin
Mitorganisatorin des treff.punkt Gießen, Referentin für politische Bildung des AStA der JLU. Parteilos und Gewerkschaftsmitglied. Für ein Gießen für alle — in dem wir selbst entscheiden, welche Zukunft wir gestalten.
ES
Emilia Seelig
24 Jahre · Studentin Tiermedizin
Engagiert in der Palästina-Solidarität Gießen für Frieden und Internationalismus. Setzt sich für die Abschaffung der Bezahlkarte für Geflüchtete ein und dagegen, dass die Bundeswehr Raum an Schulen erhält.

Weitere Kandidierende: Kandidatenliste (PDF)

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Ob Fragen, Ideen oder Kritik — wir freuen uns über jede Nachricht und jeden Austausch mit den Menschen dieser Stadt.

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